Вова, домой!

77toto70

не знаю, боян ли

sever576

осталось спросить, кто платит?

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ботай немецкий и не задавай лишних вопросов
Zu Protestaktionen gegen die Kreml-Politik verbünden sich liberale und radikale Oppositionsgruppen. Eine Putin-treue Staatsjugend soll die Herausforderung annehmen.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,347312,00.html

AP
Anti-Putin-Protest: "Heroische Romantiker"
Die Vorhut der Revolution kommt bescheiden daher. Vor dem eisigen Wind schützt Michail Obosow, 21, eine billige Wollmütze. Auf dem St. Petersburger Newski-Prospekt trägt er ein selbstgemachtes Pappschild. Seine Botschaft: "Wir brauchen die Wahrheit".
Obosow ist Student an der Technischen Universität und hat im Januar eine Protestgruppe gegründet. Sie trägt den Namen "Die ohne Putin gehen" - eine Anspielung auf die Kreml-treue Jugendorganisation "Iduschtschije wmestije", die, "die gemeinsam gehen".
Sieben Punkte umfasst das Manifest des neuen Oppositionsvereins, der sich an "freie Menschen" wendet, "die in einem freien Land leben wollen". Es verurteilt "Lüge und Heuchelei", verabscheut "staatliche Propaganda" und bekundet kritische Distanz zu "Zaren und Führern".
Gelassenheit und ein eher sanfter Humor zeichnen den hageren Studentenführer aus. Dass der Uni-Dekan ihn zu einem Gespräch gebeten und davor gewarnt hat, öffentlich gegen Präsident Wladimir Putin und den Tschetschenien-Krieg aufzutreten, nimmt er ebenso fatalistisch hin wie eine Attacke staatsnaher Hacker auf die Website seiner Truppe, bei der die Angreifer saftige russische Flüche hinterlassen hatten. Schnell hat Obosow die Lacher wieder auf seiner Seite, wenn er sich etwa mit einem Transparent "Ja zur Kreml-Willkür" in eine Demonstration der Putin-gläubigen Partei "Einiges Russland" einreiht. Sofort nehmen ihn Sicherheitsleute kurzzeitig fest.
Noch haben Obosow und seine Mitstreiter kein Büro und keine Vereinskasse. Doch ihre Internet-Seite www.noputin.com zählt Hunderte Besucher täglich. Selbst aus der fernen Provinz, aus Kasan, Omsk und Jekaterinburg, kommt Zuspruch, vor allem von Studenten. Gleichgesinnte in anderen Städten haben ähnliche Protestprojekte gestartet, etwa die Website "Sag nein!" aus Moskau, die binnen weniger Wochen mehr als 45.000 Nutzer aufriefen.
Der Widerstand im Netz setzt sich auf den Straßen fort. Mitte Januar legten mehrere tausend Demonstranten stundenlang den Verkehr auf dem Newski-Prospekt lahm, es kam zu Rangeleien mit der Polizei. Erboste Rentner, denen die Regierung die kostenlose Nutzung von Bus und Metro gestrichen hatte, protestierten gemeinsam mit Studenten, die sich vor Einberufungsbescheiden fürchten, seit Verteidigungsminister und Putin-Intimus Sergej Iwanow angekündigt hat, die Wehrdienstbefreiung für Studenten abzuschaffen.
Anfang März protestierten im südrussischen Woronesch Bürger massenhaft gegen misslungene Sozialreformen, im baschkirischen Ufa am Ural gingen rund 5000 Menschen gegen die korrupte Clanherrschaft des örtlichen Kreml-Statthalters auf die Straße - bei den traditionell leidensfähigen und staatsfrommen Russen hat sich bemerkenswerter Zorn aufgestaut.
Ausgerechnet in St. Petersburg, wo die Nachwendekarriere des KGB-Obersten a. D. Putin als Vizebürgermeister begann, protestiert die Opposition nun schon im Wochenrhythmus - mal gegen den Krieg im Kaukasus, mal gegen die Knebelung des Fernsehens. Die Rebellion auf der Straße kratzt am Image des Staatschefs als erfolgreichem Macher. Selbst nach Angaben regierungsnaher Demoskopen bekundeten im Januar nur noch 65 Prozent der Russen Vertrauen zu Putin, 19 Prozent weniger als im vergangenen Mai.
In ihrer Empörung scheuen die Putin-Gegner auch merkwürdige Allianzen nicht. Immer öfter schließen liberale Oppositionelle Zweckbündnisse mit linken Radikalen. So sitzt der Student Obosow in der jüngst gegründeten Aktionsfront "Staatsbürgerlicher Widerstand Petersburg" einträchtig neben den Genossen der Nationalbolschewistischen Partei des Schriftstellers Eduard Limonow, 62. Dessen Verein zählt nach eigenen Angaben 20 000 Mitglieder und verschreckte bislang brave Bürger mit Parolen wie "Ein toter Bourgeois ist ein guter Bourgeois".
Doch seit dem Sieg der ukrainischen Revolution in Orange hat Limonow seiner Truppe einen neuen Kurs verpasst. Der ergraute Altrebell, der mehr als zwei Jahre wegen angeblicher Waffengeschäfte in Haft war, lässt seine Genossen für eine "parlamentarische Republik" werben und wettert gegen "sowjetische Typen mit toten Augen".
Nun besetzen die "Limonowzy" beispielsweise das Gesundheitsministerium oder blockieren ein Empfangsbüro der Kreml-Administration, worauf die Staatsmacht mit brachialer Härte reagiert. Zu je fünf Jahren Haft verurteilte ein Moskauer Gericht sieben Limonow-Anhänger wegen der Aktion im Gesundheitsministerium, bei der Putin-Porträts aus dem Fenster geflogen waren. Bis zu zehn Jahre Gefängnis drohen 39 inhaftierten Teilnehmern der Kreml-Blockade, darunter 16- und 17-Jährige. Dass die Nationalbolschewisten sich gleichwohl über starken Zulauf freuen können, lässt nach Meinung der bekannten Moskauer Journalistin Anna Politkowskaja nur einen Schluss zu: "Die russische Jugend radikalisiert sich im Eiltempo."
Auch Alexej Nawalni, Geschäftsführer der oppositionellen Jabloko-Liberalen, lobt die Limonow-Truppe inzwischen als "heroische Romantiker" und gutorganisierte Verbündete. Zu gemeinsamen Aktionen bringen die Nationalbolschewisten das Fußvolk mit, das den Liberalen fehlt.
Vor einer "fünften Kolonne linker und rechter Radikaler", die sich verschworen hätten zur "Vernichtung der russischen Staatlichkeit", warnt deshalb besonders eifrig der Vizechef der Kreml-Administration, Wladislaw Surkow, 40. Putins Mann für "Fragen der Innenpolitik" steuert die staatstragende Partei "Einiges Russland" und erinnert an einen Ideologiesekretär unseligen sowjetischen Andenkens. Mit Hilfe seines früheren Mitarbeiters Wassilij Jakemenko lässt er derzeit einen neuen Jugendverband aufbauen, der sich "Naschi", "die Unsrigen", nennen soll.
Jakemenko, ein Eiferer für Stabilität und Ordnung, hat bisher die Putin-Fans vom Club derer, "die gemeinsam gehen", geführt. Immer wieder ließ er ein paar tausend Halbwüchsige in T-Shirts mit dem Präsidentenkonterfei zu Kundgebungen auf den Roten Platz karren.
Doch der Verein, dessen Mitglieder versprechen müssen, nicht zu rauchen, nicht zu fluchen und keine Tiere zu quälen, erwarb sich lediglich den zweifelhaften Ruhm Kreml-frommer Sektierer. Die neue Staatsjugend soll sich nach dem Willen von Surkow unter dem Banner des Antifaschismus gegen die populäre Protestszene profilieren - unterstützt von rabiaten Fußballfans, die zu diesem Zweck eifrig rekrutiert werden.
Auf einem Kameradschaftsabend in einem Moskauer Kellerquartier lassen die Nationalbolschewisten keinen Zweifel daran, dass sie die Kampfansage der Putin-Getreuen annehmen wollen. Vor etwa hundert meist jungen Männern unter einem Transparent, auf dem "Freiheit oder Tod" steht, tönt Parteichef Limonow: Wenn der Kreml Straßenschlachten wolle, dann könne er sie schon bald haben.

sever576

Мне тут пришлось еще раз прочитать правила раздела. Там, кстати, интересныйпункт имеется.:) - п.3 из того, что Желательно делать

77toto70

я фотку постил, на статью ты спровоцировал

sever576

"3. Статьи. Из уважения ко времени других людей стоит предварять текст парой предложений о чем он."

77toto70

да, а я подумал, что ты оскорбился ненароком

sever576

Б упаси !

maria75

ЧучелА...
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